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Hexenausstellung im Museum Burg Linn



Auf Burg Linn in Krefeld wird derzeit die Ausstellung Friedrich Spee von Langenfeld und die Hexenverfolgung am Niederrhein gezeigt. Anlässlich der Ausstellung präsentiert auch die Mediothek Krefeld am Theaterplatz eine Vitrine mit ausgewählten Werken von und über Friedrich Spee von Langenfeld sowie zur Hexenverfolgung. Wenn Benutzter im Online-Katalog der Mediothek den Titel Hexen eingeben, erhalten sie alleine 249 Hinweise. Besucher der Ausstellungen haben so die Möglichkeit, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen.


In einer Vitrine im Eingangsbereich der Mediothek steht Friedrich Spee, der rheinische Jesuit im Mittelpunkt, präsentiert wird sein Leben und Wirken als Kämpfer gegen die Hexenprozesse im frühen 17. Jahrhundert. Er verfasste die Streitschrift cautio criminalis, die sich gegen die Hexenprozesse richtete. Zwischen 1590 und 1680 wurden in drei Prozesswellen etwa 100 000 Frauen und Männer im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation als Hexen und Hexer verbrannt. Unter der Folter wurden ihnen Geständnisse erpresst, bei denen sie weitere Menschen der Hexerei bezichtigten. Die Grundlage für die Hexenprozesse bildete ein Buch, der Malleus maleficarum, der Hexenhammer, welcher 1486 in Köln herausgegeben wurde. Zum Höhepunkt einer Welle von Prozessen um 1630 erschien die cautio criminales. Sie wurde anonym 1631 in Rinteln gedruckt. Darin schrieb Spee, dass die so genannten Hexen völlig unschuldige Menschen sind und nur die Folter erpresse ihre Geständnisse in den Hexenprozessen. In seinem Buch forderte er deswegen die Abschaffung der Hexenprozesse und der Folter. In der Mediothek haben die Nutzer eine große Auswahl zum Thema Hexen und Hexenprozesse.
Die Ausstellung auf der Burg Linn befasst sich sowohl mit den Auswirkungen der Hexenverfolgungen am Niederrhein, als auch speziell mit Friedrich Spee, eingebettet in das Schrifttum seiner Zeit. Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen, das an der Museumskasse der Burg für 4,50 Euro erhältlich ist. Die Ausstellung ist eine Station im Burgenprojekt des Landschaftsverband-Rheinland-Museums Herne Aufruhr 1225, das wiederum Teil der Aktionsreihe Ruhr 2010 - Kulturhauptstadt Europas ist.